Verena Ommerli 06.04.1956 - 29.12.2011 Longing for one more dead

When we loose someone we love
it seems that time stands still
what moves to us is silence
a quiet sadness
a longing for one more day
one more word
one more touch

We may not understand
why you left this earth so soon
or why you left
before we were ready to say good bye

But little by little
we begin to remember
not just that you died
but that you lived
and that your life gives us memories
too beautiful to forget

We will see you again some day
in a heavenly place
where there is no parting
than a place where there are no words
that mean good bye

(Irish Blessing)
Vreni's schillernde Persönlichkeit – eine Knacknuss für uns alle Liebe Vreni

Schon bei unserer ersten Begegnung hast Du mich mit Deiner vollen Energie überwältigt. Wischnu hatte ein Ellbogenproblem nach einem Unfall auf einem Scheiterhaufen. Dass ich Dich und sein Problem nicht in die Standardschublade schob, hat Dich überzeugt mir zu vertrauen. Als später Bramble mit 6 Monaten so unglücklich verunfallte, konnte ich Dir wieder helfen, und so begann auch unsere Freundschaft. 1995 durften wir Dusky zu uns nehmen. Bonny warf sie einen Tag vor Deinem Geburtstag. Eine robuste und sehr selbständige und liebenswürdige Hündin, die unser Anfängertum stabil überstanden hat und unser Leben total veränderte. Ade Fitnessstudio, Hallo frische Luft. Viele Jahre hatten wir eine schöne Freundschaft mit Dir und lernten so die Hündelerwelt auch aus direkter Perspektive kennen. Meine Haredale Gopi war Dein allergrösstes Geschenk an mich.

Immer wieder hast Du uns und viele andere mit Deiner Energie in Staunen versetzt. Du bist halt die echte Haredale - Ommerli, da gelten andere Regeln: Unermüdlichkeit, Kampfgeist, enthusiastischer Ehrgeiz, himmelhochjauchzende Freude bei Deinen vielen eindrücklichen Erfolgen, niederschmetternde Verzweiflung bei Schicksalsschlägen. Immer wenn ein Hund von Dir starb, warst Du untröstlich - musstest Du Dich verkriechen in tiefe Depression. Und wir konnten nur warten, dass Du wieder auftauchen würdest. Das fiel Dir mit den Jahren immer schwerer und hat Dir auch Kummer bereitet, denn Du wusstest keinen Weg hinaus. Ich habe mich so gefreut über die Postkarte aus Dänemark, wo Du wirklich schöne Ferien mit Deinen Hunden verbracht hast, fern von allen Querelen.

Mit grosser Sorge haben wir und viele andere miterlebt, wie Du mit Deiner impulsiven und heftigen Art, viele Freunde von Dir gestossen, und dadurch Dich immer weiter isoliert hast. Alle mit denen ich sprach waren auch traurig darüber, aber wussten auch keinen Rat. Ich war nicht imstande Dich aufzufangen und zu unterstützen, wie es Freunde tun sollten, sondern gehörte auch zu Denen, die es mit etwas Distanz leichter hatten, Dich zu respektieren und begleiten. Das tut mir aufrichtig Leid. Ich glaube aber, dass Du das verstanden hast und mich trotzdem als Freund gesehen hast. Dass ich ein Freund sein durfte stimmt mich dankbar.

Dein tragischer Tod ist ein weiterer Schicksalsschlag, den Susy nur schwer verkraften wird. Aber die Flut von Reaktionen zeigt, wie Du unser aller Leben geprägt hast. Wir werden Dein Motto hochhalten: Haredale – our show is in the field.

Respektvoll
Paul Kramers

Vreni Eigenthal Oktober 2011